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Leseprobe
Jagd auf eine gestohlene Handtasche
In einem Kaufhaus suchte sich der Privatdetektiv eine Spielzeugpistole aus,
die einer richtigen gefährlichen Waffe sehr ähnlich sah, für alle Fälle, er wusste
ja nicht, in welche Gefahren er einmal geraten wird. Als er auf der Rolltreppe stand, hörte
er, wie eine Frau laut rief: "Meine Handtasche! Hilfe, Diebe!" Er rannte die Rolltreppe hinab
und stellte fest, dass die Frau nur noch die Henkel ihrer Tasche in den Händen hielt, ohne Geld
und Ausweise. Die Henkel wurden von einem Kriminellen abgeschnitten.
Der Privatdetektiv sagte zu der Frau: "Warten Sie hier, ich bringe die Tasche gleich zurück." Schon lief
er zur Ausgangstür und sah einen jüngeren Mann, entweder ein slawischer oder ein südeuropäischer Typ, mit
einer Tasche ohne Henkel unterm Arm. Draußen übergab er das gestohlene Stück offenbar einem Landsmann im
Jogginganzug, der sich schnell entfernte, unser Held ihm hinterher. Nach zweihundert Metern übernahm ein
anderer Läufer im Jogginganzug das Objekt der Begierde, ein gut trainierter Stabwechsel auf offener Strecke.
Der Privatdetektiv lief und lief, sah, wie die Tasche immer wieder übergeben wurde, schließlich verlor er im
Gewimmel der Fußgänger an einer Straßenecke die Übersicht. Völlig außer Puste, setzte sich unser Mann auf eine
Bank und befühlte seine Pistole, die noch auf ihren ersten Einsatz warten musste.
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